ChipIn heißt der Dienst, der grade das Spendensammeln revolutioniert - zumindest das Online-Spendensammeln.
Es handelt sich dabei um einen Kasten, der auf einer Webseite dargestellt werden kann: In diesem Kasten werden alle Daten der Sammlung (Zweck, Zielbetrag, Deadline) und vor allem einen Balken angezeigt, mit dem in Echtzeit angegeben wird, was noch an Geld fehlt. Außerdem ist er direkt vernetzt mit PayPal, um die Zahlungen anzunehmen und weiterzuleiten. Wie das Ganze für ein fertiges Projekt aussieht, kann man sich hier anschauen.
Sehr clevere Idee!
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Google Earth war ziemlich gut. Jetzt hat Paul Neave, Mastermind der Flash-Produktionsfirma neave imagination eine ziemlich überzeugende Erweiterung programmiert: flashearth übernimmt die Daten von GoogleEarth, ergänzt eine hervorragende Maussteuerung und vernetzt die Google Daten mit sieben vergleichbaren Diensten. Was herauskommt ist ziemlich beeindruckend: Ein Bild der Welt aus verschiedenen, dynamisch austauschbaren Quellen.
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Amazon war einer der ersten, die in das Metier eingestiegen sind: Das Portal Mechanical Turk, eine gegenwartsangemessene Schnittstelle für den Taylorismus, soll alle möglichen Aufgaben “die Menschen besser können als Computer” an die breite Masse auslagern:
Complete simple tasks that people do better than computers. And, get paid for it.
Technisch nennt sich das Crowdsourcing: Stupide Jobs mit einem Niveau zwischen Automat und Praktikant werden der Crowd übergeben - einer Masse Billigarbeiter im Internet, die bereit sind, für wenig Geld an verschiedensten Aufgaben zu arbeiten.
Was das heißt, beweist ein Kunstprojekt des Instituts für Design an der University of California: Für thesheepmarket wurden Menschen gebeten, 10.000 Schafe zu zeichnen - für 0,69$ pro Stunde. Innerhalb von 40 Tagen haben rund 7500 Menschen Schafe gezeichnet. 662 Schafe mit einem Gegenwert von je 2 US-Cent wurden zurückgewiesen. Durchschnittlich wurden 11 akzeptable Schafe pro Stunde gezeichnet und eingeschickt. Jeder mag seine eigenen Schlüsse ziehen.
//thesheepmarket.com
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Eigentlich kaum der Rede wert: Aktion Mensch hat genug Geld, die Werbetrommel zu rühren und schreibt sich menschliche Werte auf die Tafel, bekommt einige Unterstützung von Politik und Ehrenamtlerverbänden und viel mehr ist nicht zu sagen. Irrtum. Was Aktion Mensch da unter der Marke dieGesellschafter aufgefahren hat, ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Die Plakate fallen auf im öffentlichen Raum. Einerseits, weil sie sehr offensiv Toleranz, Integration und vor allem Engagement bewerben, andererseits weil sie außergewöhnlich gut gestaltet sind. Vor allem aber, weil hinter dem Ganzen ein sehr umfangreiches und gut programmiertes Portal steht, das nur das Ziel hat, Ehrenamtler zu informieren und zu vernetzen. Bei einem Thema wie Ehrenamt sprechen 40.000 Postings innerhalb eines halben Jahres für sich. Wir haben uns die Plakate des Projekts mal näher angeschaut. (weiter)
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Es klingt ein bißchen wie ein schlecht konstruierter Thriller: Auf der einen Seite Erotik-Webmaster, die Geld verdienen wollen. Auf der anderen der Staat, der die Jugendlichen schützen will. Erotik-Webmaster A verklagt jetzt, weil der Staat so unklare Gesetze erlässt, seinen Konkurrenten B wegen unzureichender Jugendschutzauflagen auf dessen Seite. Konkurrent B wähnt sich rechtskonform, weil er schon ein Jugendschutzsystem einsetzt, und klagt dagegen. Der eine gewinnt beim Landgericht, der andere beim Kammergericht, dass die ganze Sache anders sieht und das Urteil des Landgerichts revidiert. Kein besonders guter Film, könnte man sagen. Ein bißchen arg konstruiert. Leider nichtmal ein B-Movie, sondern rechtliche Realität. Und es kommt noch besser:
Stein des Anstoßes sind pornographische Seiten, die in Deutschland verboten, dank Internet aber sekundenschnell von amerikanischen Servern abgerufen werden können, legal natülrich. Das ärgert wiederum deutsche Erotik-Webmaster, die sich in einschlägigen Foren über willkürliche und böswillige Rechtsprechung mokieren. Die deutsche Rechtssprechung reagiert eskalierend und verschärft ihre Gangart und fordert Jugendschutzbeauftragte für jede anstößige Webseite, bleibt gleichzeitig im dazugehörigen Gesetzestext unklar, was neues Pulver ins Spiel bringt.
Die Details: (weiter)
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Die Beträge drehen sich um das größte offene Webseitenarchiv archive.org oder den ersten Service, mit dem man seinen Standort Freunden oder Kollegen automatisch verfügbar machen kann, plazes.com. Innovationen, die das Internet verändern und Meilensteine sein könnten für die zukünftige Entwicklung. Aber die herausragende Themenauswahl ist nur ein Grund, den elektrischen Reporter einzuschalten: Die Beiträge changieren an der Grenze zur Videokunst, überzeugen sowohl in ästhetischer wie in inhaltlicher Hinsicht, sind mit etwa 15 Minuten zudem erfreuliche lang und bestehen zum großen Teil aus Interviews mit den Machern der neuen Trends. Einige von denen sind - wie Brewster Kahle, Gründer von archive.org - bereits Legenden der Netzkultur und entsprechend interessant ist es, sie mal über Idealismus, das Wesen von Wissen oder die Zukunft des Internet sprechen zu hören.
Alles in allem: Dank an das Handelsblatt für ein so innovatives Medium. So gut kann man selten Fernsehen.
//elektrischer-reporter.de
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Vor zehn Jahren waren es 30 Millionen Webseiten, die Brewster Kahle mit seinem Projekt Archive.org gesammelt hat, heute sind es über 4 Milliarden. Rund ein Petabyte an Daten, das sind 1024 Terrabyte und jedes Terrabyte sind 1024 Gigabyte. Auf gigantischen Festplatten liegt das Web, wie es einmal war. Für jeden frei zugänglich und durchsurfbar. Und jetzt starten die Macher ein europäisches Archiv, das speziell heimische Quellen beherbergen soll.
Die Idee ist schon damals revolutionär gewesen, aus heutiger Sicht war sie genial: Das Internet ist nicht nur das Wachstumsstärkste Medium unserer Zeit, es scheint auch das Wichtigste zu werden. Technisch ist die Historie des Internet jedoch nicht zurückverfolgbar: Ist eine Datei auf einem Server gelöscht, dann ist sie gelöscht. Außer, wenn sie vorher jemand gesichert hat. Mit der Wayback Machine hat archive.org ein Museum des alten Internets geschaffen und allein das ist ein Meilenstein zur Erforschung des Phänomens der globalen Vernetzung, die unser Jahrzehnt so verändert, wie selten ein Medium zuvor.
Jetzt ist ein neues Portal ans Netz gegangen, das European Archive: (weiter)
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