Familienstammbaum 2.0 :: die Familie kommt ins Netz

Genealogie wird es keiner mehr nennen: Opa2.0 nennt es der Spiegel, das passt besser. Der Familienstammbaum findet den Weg ins web2.0. Das bringt den Trendwandel hin zum Traditionsbewusstsein unter Jugendlichen konsequent ins Netz und könnte ein echter Hit werden. An Investoren mangelt es laut dem Spiegel (s.oben) nicht. Der erste Eindruck ist eher ernüchternd, aber ich könnte mir vorstellen, dass hier ein neuer Markt entsteht. Die ersten Portale zum Ausprobieren:


verwandt.de

Genibeta

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wie fühlen wir uns :: Seismographen für das weltweite Gefühl

Ja, wie fühlen wir uns eigentlich, wir weltweite virtuelle Gemeinschaft? Etliche Dienste versuchen sich an einem Seismographen für das globale Well-being und sind interessant bis skurril - die einen eine nette Nebenbeschäftigung, die anderen vielversprechend für die Marktforschung.

MoodViews zum Beispiel untersucht LiveJournal Blogs nach Emotionsbekundungen und wertet die Zahl der Fundstellen auf Basis gesellschaftlicher Ereignisse wie dem Valentinstag oder dem Hurricane Katrina aus. Der Moodteller analysiert den Kontext tausender Seiten auf emotionale Ausdrücke und gibt eine Gefühlsprognose ab. Die Blogger können ihrerseits ihre Gefühle an Moodteller schicken und damit eine explizite Übersicht bilden. Die Unterschiede der Graphen von Prognose und tatsächlich genannten Gefühlen ist außerordentlich gering (eine Korrelation von .5 oder mehr ist durchaus üblich). Auch sehr spannend: MoodSignals erkennt ungewöhnliche Ausschläge von bestimmten Gefühlen, nennt während des Höhepunkts überdurchschnittlich oft verwendete Stichwörter und versucht sie vollautomatisch mit Nachrichten aus der internationalen Presse in Zusammenhang zu bringen. MoodSpotter geht einen anderen Weg und zeigt die Emotionen an, die mit der Nennung bestimmter Stichwörter assoziiert ist.

BurstLabs kümmert sich um Musik: Eine herausragende Schnittstelle (allein deswegen lohnt sich der Besuch schon) hilft, Musik zur Emotion zu finden und direkt Probezuhören. Die Emotionskategorien sind clever verbindbar (search drama + dark + fearful) und das ganze ist ein Geschenk für Leute, die Hintergrundmusik auswählen müssen. Nur die Zahl der indizierten Songs ist noch nicht besonders groß - naja. Wir hoffen, dass Apple das gut findet und irgendwann in iTunes integriert.

Stateofbrain ist ein Nachrichtendienst mit emotionaler Bewertung: Man kann sehen, welche Emotion Leute den aktuellen Nachrichten zugeordnet haben. Funktioniert ein bißchen wie digg, ist abgrundtief hässlich layouted und hat wirklich eine gute Grundidee.

Moodstats geht da eine Ebene tiefer: Das Programm wird runtergeladen und nimmt das eigene Befinden in einer Reihe Kategorien auf. Die Veränderung von Stress, versandten Mails oder der wahrgenommenen Kreativität wird als Verlauf angezeigt und kann mit anderen Nutzern (insgesamt sind es etwa 1500) verglichen werden. Etwas für die Analytiker und den Softies.

via [readwriteweb]

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Welche Firmen dem Netz noch Fehlen :: eine Ahnung von Techcrunch aus dem Jahr 2005

Techcrunch ist einer der wichtigsten Blogs der Welt - und 2005 hat der Chef Michael Arrington seine Bestenliste an webbasierten Diensten veröffentlicht, die es noch nicht gibt, aber unbedingt geben sollte. Ein Nachdreh, zwei Jahre später:

1. Better and Cheaper Online File Storage
Jepp, die Wichtigen planen. Amazon hat das konkurrenzlos günstige S3 gebaut (und JungleDisk gibt den Vorteil an Endnutzer weiter), Microsoft stellt Live Drive in Aussicht, Yahoo soll auch etwas planen und die Gerüchte um Google nehmen langsam Kontur an. Abhaken.

2. Blog/website Email Lists
Feedblitz gab es schon damals - und es war damals schon keine gute Wahl. Wichtig: Die seriöse Garantie, mit den Mailadressen keinen Mist zu machen Die Chance für Erfinder.

3. portable Reputations
Ebay lebt vom Feedback der Nutzer, nur warum kann ich mit diesem Basiskarma nicht einen anderen Dienst benutzen? Es bräuchte eine öffentliche Schnittstelle für Reputation. iKarma war so etwas, aber leider nicht nutzbar von anderen Diensten. Weiter sind wir bisher nicht.

4. Tailored Local Offers (Lokal abgestimmte Werbung nach Eingabe von demographischen Daten der Nutzer)
Nicht viel zu sagen: Gibt es, zumindest für den privaten Markt, immernoch nicht.

5. Facebook in other countries
OK. Ein gutes Jahr später hat das jemand rüberkopiert und rund 80 Millionen Euro damit gemacht: StudiVZ.net. Technisch war das nicht toll, aber die Idee.
Ja, die Idee. Die stand hier schon vor zwei Jahren. Techcrunch war weltbekannt und diese Liste wurde auch anderswo veröffentlicht - bei ZDNet zum Beispiel. Und selbst ein deutscher Blogger schreibt Ende 2005, wie lukrativ es sein könnte, Facebook zu portieren.

Want to get rich quick? But don’t want to build a German Ebay clone and
then sell it to Ebay later because that’s been done already? Then take
a good look at Facebook and code
away. OK, not everyone in Germany is familiar with the concept of a
school’s year book, but we all know an Abizeitung or similar, right?
Well, there you go. According to TechCrunchwill 85%+ of all U.S. college students use Facebook and 70% of them log in
daily. I am certain it can be copied to appeal to German students. And
it be copied. Or is it there already and I haven’t noticed? Then please forgive me, I am not a student anymore after all.

Geglaubt haben ihm das die Wenigsten (siehe die Kommentare).

6. Free Music
Die Plattenfirmen sollten auf andere Wege umsatteln und damit aufhören, mit der Entwicklung von Kopierschutzsystemen Millionen in den Sand zu blasen und ihr Image zu ruinieren. Apple hat den Zeitgeist erkannt und iTunes läuft blendend. Von freier Musik und der Finanzierung der Musikwirtschaft durch andere Produkte sind wir aber noch weit entfernt.

7. OpenSource Yellow Pages
Gibt es nur in Ansätzen, soweit ich weiß. Aber hier bin ich mal anderer Meinung: Ehrlich, wer braucht das?

8. Podcast Transcriptions
Michael meint die Leute, die den Text abschreiben. Viel wichtiger wäre ein Format, mit dem das Transcript der Audio-Podcasts mit dem Podcast verbunden in Suchmaschinen eingespeist werden kann. Gibt´s nicht, soweit ich weiß. Aber Geld ist da auch nicht drin.

9. Decentralized Review Aggregation
Es geht um einen Versuch, Rezensionen von Produkten (froogle, guenstiger, dooyoo, testberichte.de) in einer Art Metasuchmaschine zu bündeln. Gibt es auch nicht. Dürfte aber auch schwierig werden, die fetten Meinungsportale dafür zu begeistern.

10. Build something cool with SSE

SSE ist ein Format, um reine Daten anderen zugänglich zu machen. Das klingt wie RSS, aber mit dem Unterschied, dass die Daten verändert werden können und die Veränderung auch in den Originaldaten sichtbar ist. So richtig losgegangen ist das aber noch nicht, selbst die Wikipedia-Seite kann noch jemand erfinden.

Was bleibt übrig?
Erstens: Verflixt, hätten wir doch die Liste schon 2005 gelesen und die Facebookidee umgesetzt.
Zweitens: Zwei von zehn ziemlich treffenden Punkten sind umgesetzt.
Drittens: Die anderen haben noch Potenzial. Die Bedürfnisse bleiben.

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XGL Hardwarebeschleunigung und Touchscreens :: Windows-Interface von morgen

Für das Alternativ-Betriebssystem Linux gibt es eine frei verfügbare XGL Erweiterung, mit der ziemlich beeindruckende intuitive Schnittstellen konzipiert werden können.

Ein Beispiel dafür ist das auf Linux/XGL realisierte 3D-Betriebssystem:

Offizielle Demo der Funktionen in einem Video von Novell:

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die Schnittstelle der Zukunft :: revolutionäre multiuser-Touchpads

Multiuser-Touchpad von Jeff HanEine der folgenreichsten Entwicklungen der Schnittstellenkonzeption war sicher das Touchpad. Und jetzt kommt die neue Generation: Schon beim Apple iPhone war ein Multiuser-Touchpad im Einsatz, das gleichzeitig mehrere Berühungspunkte erkennt. Darum geht es. Und auch wenn es einfach klingt, hat es enorme Konsequenzen. Welche Potenziale für Personalcomputer im neuen System liegen, wird bei dem Projekt einer Schnittstelle für Computer von Jeff Han deutlich. - Da versteht man, das grade ein neues Zeitalter der Maschinensteuerung anbrechen könnte.
Apple iPhone
Ein anderes sehenswertes Video von der Präsentation des iPhone bei der New-York-Times.

sehr sehenswerte Präsentation eines industriefertigen multiuser-Touchpads von Projektleiter Jeff Han (New York University Institute of Mathematical Sciences)

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die Zukunft der E-Mail :: dreidimensionale Avatare repräsentieren die Mails

3D Mailbox

Das hat der Welt noch gefehlt. In Zeiten, in denen die Abarbeitung von Mails immer anstrengender wird, kommt endlich ein Tool, das Spamsuche in ein Actionspiel transferiert. So richtig produktiv ist das nicht, macht aber Spaß und ist - neben aller berechtigten Kritik - ein Weg, textuelle Information anders zu begreifen und die visuelle Idee von Avataren auf neue Bereiche auszuweiten. Insofern: Spannender Ansatz.[via public-beta]

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Eutube :: Europas Antwort auf YouTube

Europa wächst zusammen, wird erwachsen, will bei den neuen Medien mitmischen. Und sowas kommt raus, wenn die EU sich an einem eigenen Videoportal versucht, das bei YouTube gehostet wird, aber vom ganzen Design her von der EU produziert worden ist. Für Aufsehen gesorgt hat dieser
Film der EU wegen seiner erotischen Konnotation: Ein Werbefilm für Europäisches Kino. Mein Gott, sind wir offen.

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