Prometeus - eine animierte Utopie über die Zukunft der Technik
Schön anzusehen: Mal wieder eine clevere Utopie über die Zukunft der Technik mit Google und Konsorten. Viel Spaß.
Schön anzusehen: Mal wieder eine clevere Utopie über die Zukunft der Technik mit Google und Konsorten. Viel Spaß.

Europa wächst zusammen, wird erwachsen, will bei den neuen Medien mitmischen. Und sowas kommt raus, wenn die EU sich an einem eigenen Videoportal versucht, das bei YouTube gehostet wird, aber vom ganzen Design her von der EU produziert worden ist. Für Aufsehen gesorgt hat dieser
Film der EU wegen seiner erotischen Konnotation: Ein Werbefilm für Europäisches Kino. Mein Gott, sind wir offen.

Nicht weniger als ein historischer Moment: Microsoft-Chef Bill Gates spricht mit Apple-Chef Steve Jobs. Vor laufenden Kameras. Und über die heiklen Themen zwischen Apple und Microsoft. Damit man das richtig einschätzen kann eine kurze Geschichte der Beziehungen.
Beide waren die ersten, die ein kommerzielles Betriebssystem entwickelt haben. Apple hat die Idee von Programmfenstern entwickelt, Gates hat sie kopiert und Windows genannt. Beide gehören zu den Pionieren des Computerzeitalters - und zu den Wenigen, die nach wie vor an der Spitze ihrer Firma stehen. Die Konzepte der beiden unterscheiden sich: Gates steht für den Volks-PC, eine Standardmaschine mit zahllosen Schnittstellen, die letztendlich ausschlaggebend für die Entwicklung beinah der gesamten Softwareindustrie waren, die wir heute kennen. Apple hat dagegen auf Qualität aus einem Guss gesetzt: Die Apple Macintosh Computer liefen lange nur mit der Hardware aus dem eigenen Haus, galten als quasi immun gegen Abstürze, schneller, intuitiver und sicherer. Apple ist bis heute das Werkzeug der Designer, der Kreativen, der Erlesenen.
In den letzten Monaten hat sich der Konflikt zwischen beiden Konzernen zugespitzt: Steve Jobs hat 2006 den Google CEO Eric Schmidt in den Apple Verwaltungsrat aufgenommen und damit einer Kooperation der härtesten Konkurrenten von Microsoft beschlossen. Mit dem iPod hat Apple einen Riesencoup gelanded, an den Microsoft mit seinen MP3-Playern nie wird anknüpfen können. Der Boom hat den Verkauf der Heimcomputer von Apple angekurbelt und das Image gestärkt. Während Microsoft versucht hat, die Einbrüche der Musikindustrie mit einem aufwändig entwickelten Kopierschutzstandard für digitale Musik aufzuhalten, verdient Apple Millionen mit dem Onlineverkauf kopierschutzfreier Musik. Das Image des Microsoft Mediaplayer, der zur Standardanwendung für Multimedia werden sollte, bricht wegen eingebauten Kontrollalgorithmen in sich zusammen, während Apple iTunes, die kostenlose Software des iPod Rekordnutzerzahlen vermeldet. Und jetzt scheint auch noch Windows Vista den Erwartungen nicht gerecht zu werden, obwohl tausende hochbezahlte Microsoft-Programmierer fünf Jahre gearbeitet haben. Microsoft geht es grade nicht sehr gut, das kann man so sagen. Gates hätte also allen Grund, Steve Jobs zu meiden. Und trotzdem haben sich beide getroffen, einem Interview unter Führung des Wall Street Journal zugestimmt. Ein historischer Moment. Hier sind die Mitschnitte:
superspannende Fundstücke der Geschichte zwischen Apple und Microsoft
Steve Jobs und Bill Gates - Best of (8 Minuten)


Das hatte noch gefehlt: Nachdem Google die letzten Monate mit Software, die gezielt dem Marktführer Microsoft Konkurrenz macht, den Markt durchgewirbelt hat, kommt jetzt der Coup, auf den alle Branchenkenner gewartet haben. Die Google-Konkurrenz für Outlook, Word, Excel oder notepad läuft bisher nur online. Und Google Gears soll dafür sorgen, dass sich das ändert. Das kleine Programm stattet den Computer mit einem technischen Rahmen aus, der Online-Applikationen vom heimischen Computer ausführbar macht. Ohne Internetverbindung, schneller, mit offline gestützter Datenbank:
Store and serve application resources locally
Store data locally in a fully-searchable relational database
Run asynchronous Javascript to improve application responsiveness
Dadurch werden die Seiten schneller, vor allem aber sind die Daten auch ohne Onlineverbindung ansehbar, bearbeitbar, nutzbar. Für die Konkurrenz zu Microsoft ist das ein Riesenschritt und die Jungs aus Redmond müssen sich langsam wirklich was einfallen lassen, um Google Paroli zu bieten.
// Interview mit Google-Verantwortlichem zum Potenzial von Google Gears bei ZDnet
Technorati Tags: Google Gears, GoogleGears, Google, Microsoft, Gmail, Google Reader, Google docs & spreadsheets, Google & Microsoft, Ajax


Zelebrierte Feindschaft braucht etwas Feingefühl. Google hat davon reichlich. Der Beweis: Die Google-Suchmaschine speziell für Microsoft-Themen. Das ist in etwa so, wie wenn Cola eine Erfindung der Pepsi Company widmet. Denn Google ist der erbitterste Konkurrent von Microsoft. Die Live!-Suche kann gegen Googles Suchmaschine lange nicht mithalten und Microsoft ist schon seit einiger Zeit ziemlich sauer. Google ist da am ehesten freches Kind und rebelliert trickreich mit der Suchmaschine für die Konkurrenz. Ein netter Zug, könnte man meinen. Aber der Teufel steckt im Detail: Wer in dieser Suchmaschine Google sucht, bekam am 14. April als ersten Treffer einen Artikel der University of Pennsylvenia, der rund 56.000 Mal gelesen wurde. Titel: “Why is Microsoft Afraid of Google?” Daraus:
“In the few short years of its existence, Google has come a long way, simultaneously striking fear in the hearts of major players in the computer industry and also arousing their curiosity.”
Na, daher weht der Wind. Und wer dann Microsoft sucht, kommt direkt zu einem Microsoft-Kritiker, der das Management in Grund und Boden bloggt. Das ist nicht nett. Aber Ballmer, Gates, hey, das hilft nun wirklich nicht. Wenn man bei Kindergartenvergleichen bleibt, kann man sich Microsoft arrogantes Kind des Firmenbosses vorstellen. Die Firma war so verklebt vom riesig angekündigten Neustart der Suchmaschine live!, dass sie einen ganz blöden Fehler gemacht hat. Die Suchmaschine heißt zwar live.com, aber da es eine Suchmaschine ist, steht über Live!Search. Und was wäre das dümmste, was man mit so einem Namen tun könnte? Genau. Vergessen, sich die Domain livesearch.com zu sichern. Die Herren Gates und Ballmer haben genau das geschafft und livesearch.com hat sich ein Privatmensch unter den Nagel gerissen, der jetzt gutes Geld verdient. Er hat über den Massenanbieter Schlund&Partner eine Suchmaschine angemeldet, die erstens nur Werbung findet und zweitens Google als empfohlenen Suchterm nennt. Also, liebe Microsoft-Chefs, da müsst ihr nächstes Mal schon ein bißchen mehr aufpassen.
Und was macht bei Microsoft stattdessen? Etwas, was man bei der ganzen Kritik nie für möglich gehalten hätte: Bei der Google in Live! absolut einwandfreie Resultate liefern. Das ist zwar nett, liebe Leute, aber so kommt ihr doch nie auf einen grünen Zweig. Nehmt Euch doch ein Beispiel an Page und Brin, die mal gesagt haben:
“You can make money without doing evil?”
Na also, geht doch.
