Yahoo versteckt Werbung in den Ergebnissen

Yahoo ist bisher schon durch etwas obskures Verhalten aufgefallen - populärstes Beispiel ist, dass die Plätze im ehemals renommierten Yahoo!Directory, einem redaktionellen Internetverzeichnis, seit einiger Zeit nicht mehr gegen Qualität der Seite sondern gegen 300$-Überweisung vergeben werden. Seit wenigen Tagen kursiert jetzt ein viel weitreichenderer Befund: In etlichen Blogs (etwa bei Seo-solutions und basicthinking) wird darüber berichtet, dass in die normalen Ergebnisse, die Yahoo für Urlaub, Reise oder Auto liefert, Links auf Werbeanbieter eingetragen sind. Mit jedem Klick auf diese Ergebnisse verdient jemand Geld - vermutlich nicht wenig. Damit ist nicht gesagt, dass die Ergebnispriorisierung auch verfälscht ist. Aber klar ist: Eine derartige Vermischung von Anzeigen und Inhalten hat es bei Anbietern dieser Größenordnung noch nicht gegeben. Insofern ist das ein ziemlicher Hammer, der die nächste Zeit Schlagzeilen machen könnte.

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Lost in translation :: die unfreiwillige Kunst maschineller Übersetzung

flickr cc Neil Rickards

Es klingt so einfach und scheint eine der unüberwindbaren Hürden der Technik zu sein: Vollautomatisierte Übersetzungen von Texten. Babelfish hieß der erste, der es allen zeigen wollte. Den Namen Babelfish hatte Douglas Adams für einen intergalaktischen Fisch erfunden, der, einmal ins Ohr des Benutzers gesteckt, sämtliche einlaufenden Sprachen frißt und die Heimatsprache des Nutzers ausscheidet. Systran hat den gleichnamigen Übersetzer programmiert, Altavista wurde weltweit bekannt damit und Yahoo hat ihn mittlerweile auch eingebaut (Google hält mit seinem eigenen Dienst dagegen, der allerdings ausnahmsweise nicht mithalten kann). Babelfish ist also eine der legendären Marken des Internet. Was interessanter ist, als diese Erfolgsgeschichte, ist die Tatsache, dass Babelfish es bis heute nicht zustande bringt, einen normalen Text zu übersetzen.
Der letzte Satz beispielsweise liest sich in englisch:

Which it is more interesting than this success history is, the fact that Babelfish does not bring it until today to translate a normal text.

Wäre die maschinelle Übersetzung besser, wäre auch das Projekt NewsTran noch besser: Der Dienst soll Nachrichtenquellen aus aller Welt erschließen, indem sie in die Heimatsprache übersetzt werden. Schaut man aber in die deutsche USA Today, liest man unter der Überschrift “Diplomaten, die vom Irak mit Pfosten-traumatischer Druckstörung zurückkommen”:

Larry brünieren, der Direktor der Zustand-Abteilung der ärztlichen Bemühungen, daß schon in diesem Monat die Abteilung Willense-mail Fragebögen zu den Angestellten gesagt, die im Irak bekanntgegeben worden sind.

Leute, daran müsst ihr nochmal arbeiten. (Einige Quellen sind von Menschen übersetzt, so dass NewsTran trotzdem einen zweiten Blick wert ist.)

Einen besonders brauchbaren Service bietet in diesem Kontext Lost in translation. Dieser Dienst sorgt für gute Unterhaltung, indem er einen beliebigen englischen Text in mehrere Sprachen übersetzt und das Ergebnis wieder ins englische transferiert. Hier ist das Spieß also herumgedreht: Der Übersetzungsdienst stiftet Sinn durch das, was an Sprache auf der Strecke bleibt.

Falls Sie doch mal nicht umhin kommen, einen Text zu übersetzen: Hier ein paar Maschinen, die zumindest zu den Besseren gehören. Alle beherrschen die gängigen Sprachen und bringen bei einfachen Sätzen auch passable Ergebnisse.

Wer Google Desktop besitzt, sollte das herausragende Ajax-Gadget namens Translate installieren. Das übersetzt noch während des Schreibens.

Online-Dienste:
ajaxtrans
freetranslation.com
intertran

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Google klaut Yahoo Layout

Mit dem InternetExplorer 7 kamen auch die neuen Toolbars von Yahoo und Google. Komisch nur, dass die Werbung für die Toolbars der Konkurrenten fast identisch aussieht:

Jeremy Zawodny hat hier darüber berichtet - was man aber vorsichtig bewerten sollte, denn der Mann arbeitet für Yahoo. Da Alex Chitu das Thema auch aufgegriffen hat, gehe ich mal davon aus, dass es keine Ente ist.

In jedem Fall: Google hat seine Seite geändert und ist jetzt unterscheidbar.

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