
Es klingt so einfach und scheint eine der unüberwindbaren Hürden der Technik zu sein: Vollautomatisierte Übersetzungen von Texten. Babelfish hieß der erste, der es allen zeigen wollte. Den Namen Babelfish hatte Douglas Adams für einen intergalaktischen Fisch erfunden, der, einmal ins Ohr des Benutzers gesteckt, sämtliche einlaufenden Sprachen frißt und die Heimatsprache des Nutzers ausscheidet. Systran hat den gleichnamigen Übersetzer programmiert, Altavista wurde weltweit bekannt damit und Yahoo hat ihn mittlerweile auch eingebaut (Google hält mit seinem eigenen Dienst dagegen, der allerdings ausnahmsweise nicht mithalten kann). Babelfish ist also eine der legendären Marken des Internet. Was interessanter ist, als diese Erfolgsgeschichte, ist die Tatsache, dass Babelfish es bis heute nicht zustande bringt, einen normalen Text zu übersetzen.
Der letzte Satz beispielsweise liest sich in englisch:
Which it is more interesting than this success history is, the fact that Babelfish does not bring it until today to translate a normal text.
Wäre die maschinelle Übersetzung besser, wäre auch das Projekt NewsTran noch besser: Der Dienst soll Nachrichtenquellen aus aller Welt erschließen, indem sie in die Heimatsprache übersetzt werden. Schaut man aber in die deutsche USA Today, liest man unter der Überschrift “Diplomaten, die vom Irak mit Pfosten-traumatischer Druckstörung zurückkommen”:
Larry brünieren, der Direktor der Zustand-Abteilung der ärztlichen Bemühungen, daß schon in diesem Monat die Abteilung Willense-mail Fragebögen zu den Angestellten gesagt, die im Irak bekanntgegeben worden sind.
Leute, daran müsst ihr nochmal arbeiten. (Einige Quellen sind von Menschen übersetzt, so dass NewsTran trotzdem einen zweiten Blick wert ist.)
Einen besonders brauchbaren Service bietet in diesem Kontext Lost in translation. Dieser Dienst sorgt für gute Unterhaltung, indem er einen beliebigen englischen Text in mehrere Sprachen übersetzt und das Ergebnis wieder ins englische transferiert. Hier ist das Spieß also herumgedreht: Der Übersetzungsdienst stiftet Sinn durch das, was an Sprache auf der Strecke bleibt.
Falls Sie doch mal nicht umhin kommen, einen Text zu übersetzen: Hier ein paar Maschinen, die zumindest zu den Besseren gehören. Alle beherrschen die gängigen Sprachen und bringen bei einfachen Sätzen auch passable Ergebnisse.
Wer Google Desktop besitzt, sollte das herausragende Ajax-Gadget namens Translate installieren. Das übersetzt noch während des Schreibens.
Online-Dienste:
ajaxtrans
freetranslation.com
intertran
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