wir.ag :: Werbedesigner werben für Weltverbesserer

pressebild_3_rgb2.jpgDas Projekt wir.ag ist so cool, dass die Macherinnen es einfach verdient haben, damit so erfolgreich zu sein: Die zwei Design-Studentinnen Evamaria Judkins und Nelly Brunkow haben für Kommunikations-Design-Diplom Werbestrategien für diejenigen entwickelt, die sich Werbung nie leisten können und auch selten die guten Designer auf ihrer Seite haben. 140 Weltverbesserer mit guten Ideen bekamen von den zwei Frauen eine eins-A-Kampagne gestrickt. Und der Medienrummel um das Projekt brachte den Kunden noch die nötige Pressepräsens. Sauber. Beeindruckend. Vorbildlich.

Webseite des Projekts: wir.ag

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globale dezentrale Identifikation :: das interessante Konzept von openID

Der Dienst ist so naheliegend wie bahnbrechend: Man meldet sich einmal bei openID an und wird fortan bei allen Seiten erkannt, die eine openID-Schnittstelle haben. Das bedeutet: Keine Registrierung, kein Herausgeben der Mailadresse, keine Bestätigungsmail abwarten und Verifizierungscode eintippen. openID lässt diesen Prozess einmal durchlaufen und ist dann Platzhalter für all die Daten, die man normalerweise bei einer Registrierung eingeben müsste. OpenID ist allerdings keine Firma, sondern ein Standard. Ein Registrierungsdienst für OpenID kann auf jedem Webserver betrieben werden. Die Identifikation, die man dann weitergibt, besteht aus einer URL aus dem jeweiligen OpenID-Server und dem eigenen Kürzel.
Ein Beispiel: http://meinguter.name ist openID-Server. Eine entsprechende Identifkation könnte so aussehen: http://tim-katz.meinguter.name

Die Leute, die das Projekt entwickelt haben, lesen sich wie ein Who is Who der Branche: Die Idee kommt von Brad Fitzpatrick, dem Gründer des Blogger-Vorläufers LiveJournal. Jetzt arbeitet auch David Recordon bei VeriSign an dem Projekt, der Firma, die die wichtigsten Internetdomains .com und .net verwaltet.
Insofern ist das einzige, was wirklich überrascht, die Tatsache, dass das System kaum verbreitet ist. Lächerliche 234 Webseiten verbucht das openiddirectory, myopenid directory hat noch weniger.

OpenID-Provider:

  • MyOpenID
  • VeriSign Personal Identity Provider
  • idproxy.net/ - sich mit dem Yahoo!-Account bei idproxy.net einloggen und dort ein oder mehrere OpenID-Accounts erstellen
  • MeinGuter.Name - Deutscher OpenID Provider nach deutschem Datenschutzgesetz, SSL-gesicherte Verbindungen
  • certifi.ca - OpenID Provider, der anhand eines Browser Zertifkates die Authentifizierung vornimmt
  • my.xlogon.net - deutscher OpenID Provider, multiple Identitäten, multiple Personas, nur SSL-gesichert, Anti-Phishing Unterstützung

weiterführende Links:
offzielle Seite: openid.net
ein Screencast zum Thema
detaillierte Hintergrundinformationen bei openidenabled.com

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geographisch definierte Lizenzfreiheit :: das Internet in Entwicklungsländern

flickr cc babasteveEine gute Idee. Wenn man bei EconPapers oder IDEAS recherchiert, beides renommierte Datenbanken für ökonomische wissenschaftliche Texte, findet sich auf einigen Seiten eine solche Anmerkung:

Access to the full text is generally limited to series subscribers, however if the top level domain of the client browser is in a developing country or transition economy free access is provided.

Dahinter steckt ein revolutionären Konzept von NBER, einer der wichtigsten amerikanischen nonporifit Organisationen im Bereich der ökonomischen Forschung. Mehr zum Konzept der spezifisch Freilizenzen für Drittweltländer finden sich hier.

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digg.com kurz vor dem Aus :: vom Segen und Fluch der Partizipation

http://static.howstuffworks.com/gif/digg-logo.jpgNutzer haben digg weltbekannt gemacht. Und die Nutzer sind es, durch die digg seit einigen Tagen kurz vor dem wirtschaftlichen Aus steht. Denn Digg ist ein Artikelbewertungsdienst für alles, was die Nutzer im Internet finden. Die Artikel werden verlinkt und dann Diggs für die besten Artikel vergeben. Das war eine Rieseninnovation in der durch Berufsjournalisten geprägten Medienwelt - und ein geniales Werkzeug, um zwischen der winzigen Auswahl einer Redaktion und den Unmengen von Artikeln in den weltweiten Blogs zu moderieren. Digg hat eine völlig neue Form der Nutzerbeteiligung erfunden und ist damit zum Symbol eines neuen Internet geworden. digg ist neben wikipedia oder myspace ein Grund dafür, dass die Leute plötzlich vom web2.0, dem Mitmacht-Internet oder den neuen Communities sprechen.
Digg!Und jetzt sind es die Nutzer, die digg den härtesten Kampf seiner Geschichte eingebrockt haben. Es geht um einen Artikel mit einem Code, der zum knacken von Kopierschutzmechanismen des HD DVD-Formats genutzt werden kann. Der stand plötzlich auf digg und wurde zielsicher nach oben gevotet. Der Artikel ist illegal - und nach amerikanischem Gesetz auch der Link darauf. Prompt standen die Leute von AACS, die für das Copyright von HD DVDs zuständig sind, auf der Matte und verlangten unter Klageandrohung die Entfernung des Artikelverweises. Der Digg-Gründer schreibt:

We had to decide whether to remove stories containing a single code based on a cease and desist declaration. We had to make a call, and in our desire to avoid a scenario where Digg would be interrupted or shut down, we decided to comply and remove the stories with the code.

Der Link wurde entfernt, die erste Zensur in der Geschichte von Digg, - und von den Nutzern prompt wieder eingespeist. Abermals entfernt - und wieder ersetzt. In wenigen Stunden entwickelte die Sache eine enorme Eigendynamik, wurde zur Demonstration für die Freiheit des digg-Nutzers gegenüber den Großkonzernen. Hunderte Links wurden eingspeist und durch tausende Stimmen nach oben gewählt. Forbes schreibt dazu:

Because Digg gives users the ability to rate news stories, pushing their favorites to the site’s most visible positions, thousands voted to bring links to the top of the site with titles like “Revolt at Digg?” and “Digg Punched me in the Face for Posting This.” By midnight, the site’s entire homepage was covered with links to the HD-DVD code or anti-Digg references.

Digg konnte da wenig entgegensetzen: Wie soll eine Seite, die nur eine Oberfläche für die Inhalte der Nutzer bereitstellt, mit Zensur umgehen? Wie lässt sich der Kontrollverlust auffangen, der entsteht, wenn man seinen Nutzern die Freiheit gibt, sich zu äußern? Und ist es überhaupt noch möglich, den Nutzern diese Option zu verweigern?
Um diese Fragen geht es eigentlich, wenn man über den Skandal bei digg.com schreibt. Denn das Risiko betrifft die gesamte erste Liga der neuen Internetfirmen. Die rasante Evolution scheint einen heiklen Nachteil zu haben: Es gibt kaum noch Erfahrungswerte. Studivz wurde acht Monate nach der Gründung für 84 Millionen Euro an Holzbrink verkauft, das entspricht etwa 60 Euro pro angemeldetem Nutzer. Kurz nach dem Deal wurden eklatante Mängel der Datensicherheit deutlich und nur das enorme Kapital und das studentische Flair der Unternehmung verhinderte Schlimmeres. Für Youtube zahlte Google irrwitzige 1,6 Milliarden Euro und hat seitdem mit Urheberrechtsklagen zu kämpfen, weil die Nutzer in Massen kopiergeschütztes Material hochladen. ausreichend großer Gewinn bei beiden Portalen: Bisher nicht in Sicht. Erinnert uns das an etwas? Eine amerikanische Zeitung titelte kürzlich in der Anlehnung an die geplatzte NewEconomy-Blase Bubble2.0. Aber das nur am Rande.
Denn jenseits der wirtschaftlichen Risiken geht es hier um eine Verhandlung gesellschaftlicher Grundsätze: Es geht um die Freiheit der Einzelnen im Kollektiv. Das Internet ist die letzten Jahre zum Symbol für kommunitäres Handeln geworden, steht gleichermaßen für eine Revolution des organisierten Laienwissens, wie für die Wiedergeburt der Gemeinschaft mitten aus den individualistisch-hedonistischen 90er-Jahren heraus.
Es geht um das alte Problem des Leviathan von Hobbes: Wieviel Freiheit muss jeder Einzelne abgeben, damit das Gesamtsystem die Sicherheit aller garantiert? Der Mensch sei der Wolf des Menschen, meinte Hobbes, wenn er nicht klar in seine Grenzen gewiesen werde. So funktioniert der klassische Nationalstaat. Spätestens die 68er rückten das Bild zurecht und postulierten die Rückkehr der Macht ins Volk, die Rückbesinnung zur Selbstbestimmung und die Fähigkeit des Menschen zum Guten. An dieser Frage hängt jede Diskussion, die sich mit dem strukturellen Rahmen von Gemeinschaft beschäftigt - ob es da jetzt um Grenzen der Nutzerfreiheit auf digg.com geht, um Einschränkungen der Pressefreiheit für die Bildzeitung oder um die rechtliche Verbindlichkeit von Bürgerentscheiden. Allem Hype zum Trotz: Das Kollektiv scheint nicht an sich reflektiert, überlegt oder moralisch zu sein. Sonst wäre die NZZ das, was die Bild heute ist, und arte würde sich mit 3Sat die Quoten teilen, statt bei Kommaprozenten rumzuschwimmen und kopierten amerikanischen Trashformaten die Quote zu überlassen. Eine müßige Debatte nach der kritischen Theorie und Luhmann. Das ist nicht neu.
Was aber neu ist, ist das Medium. Das Internet ist nur ein neues Transportmittel für Information. Allerdings eines, das sich durch seine Unkontrollierbarkeit auszeichnet: Start-Up und Marktführerschaft liegen, wenn es gut läuft, einige Monate auseinander. Nationale Grenzen sind - mit Ausnahme der chinesischen - völlig irrelevant. Es gibt, um auf Hobbes zurückzukommen, keinen Leviathan mehr, der das Kollektiv organisieren könnte. Die Technik ist geographisch viel weitreichender, als der rechtliche Rahmen es auffangen kann, entwickelt sich schneller als die Aufsichtsbehörden gucken können, ist so zugangsoffen, dass eine Idee noch nicht mal Kapital braucht, um groß rauszukommen und erreicht potenzial Abermillionen Rezipienten, ohne einen Pfennig für Werbung auszugeben. Wird eine Idee zur Institution, so wie Napster, dann wird sie fassbar und kann gemaßregelt werden. Die Institution, nicht aber die Idee: Heute wird mehr illegale Musik getauscht als jemals zuvor, nach dem Umsatzeinbruch der Musikindustrie geht es jetzt der Filmindustrie an den Kragen und ein Ende der nutzergemachten Revolution ist nicht abzusehen, weil jeder Nutzer der potenzielle Gründer einer neuen Tauschbörse ist. Jede Idee muss nur einmal bekannt geworden sein, um sich als unlöschbare digitale Vorlage in die Geschichte des Internet einzuritzen. Wenn digg stirbt, wird es ein neues digg geben.
Das ist das eigentlich Neue an dem Skandal um digg: Das Internet schafft einerseits Gemeinschaften, deren Nutzer sich nicht mehr kontrollieren lassen und die auch nicht gewillt sind, sich selbst einem Kodex anzupassen, den sie für falsch halten. Internetgemeinschaften sind riskant, weil nur die Art der implementierten Funktionen das Nutzerkollektiv begrenzen kann. Und zweitens liegt es im Wesen des Internet, dass Ideen weitergeführt werden, selbst wenn sie ökonomisch unsinnig, rechtlich illegal und anderswo gescheitert sind. Ein Unternehmer kann sich den neuen Ideen weder widersetzen, noch kann er sie steuern. Und darin liegt eine Wichtige Implikation des web2.0-Zeitalters. Der Gründer von digg kapitulierte vor einigen Tagen und schrieb in seinem Blog:

But now, after seeing hundreds of stories and reading thousands of comments, you’ve made it clear. You’d rather see Digg go down fighting than bow down to a bigger company. We hear you, and effective immediately we won’t delete stories or comments containing the code and will deal with whatever the consequences might be.
If we lose, then what the hell, at least we died trying.

Bei Digg schlagen die Flammen hoch, aber der Anlass hat sich längst verselbstständigt. Die Veröffentlichung des Codes ist - nocheinmal mehr durch den großen Wirbel um Digg - ins Mark des Internet eingebrannt: bootsektorblog berichtet von über einer halben Million Seiten, die den Code bereits veröffentlicht haben. Und seit kurzem gibt auch schon T-Shirts mit dem Code (interpretiert als Farben nach dem hexadezimalen Farbauswahlsystem). Man kann dem Internet keinen Druck machen. Das ist ärgerlich für viele und gleichzeitig vermutlich eine der echten Revolutionen, die das Netz vor allen anderen Medien auszeichnet.

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umsonst übernachten weltwelt :: einige Netzwerke machen Hotels überflüssig

Wer viel unterwegs ist, braucht kein Geld für Übernachtungen auszugeben. Stattdessen bieten tausende Menschen ihr Zuhause an, um dort auf Sofas, in Gästezimmern oder zumindest auf mitgebrachten Isomatten zu übernachten. Hausgemachtes Frühstück, interessante Leute und Insidertipps für die Umgebung sind meist inkludiert. Für Fahrradfahrer in Deutschland gibt es die renommierten Netzwerke vom Dachgeber und dem Schlafbuch für Erdenbürger. Beide kosten eine Schutzgebühr (rund 15€ pro Jahr) für die ausgedruckte Version. Für weltweite Traveller bieten sich couchsurfing und der hospitality club an, die kosten nichts, sind dafür nur im Internet zu erreichen. Dachgeber und Schlafbuch haben einige tausend Adressen in Deutschland verzeichnet, couchsurfing und hospitality club sind weltweit vertreten und beinhalten Kontaktdaten zu einigen hunderttausend Leuten. Übrigens sind alle vier Dienste unkommerziell ausgerichtet und werden von idealistischen Privatleuten betreut. Was kaum schon jemand weiß: Rund 25 führende Köpfe des Hospitality Club sind dort ausgeschieden, um ihr eigenes Übernachtungsprojekt zu starten: bewelcome.org. Die Beta ist schon online, man kann sich anmelden.

Wer zwischendurch umsatteln will, vom Rad auf die Schiene, sollte statt bei bahn.de lieber bei mitfahrgelegenheit.de vorbeischauen. Das ist in den letzten Monaten zum Hype avanciert. Autofahrer mit freien Plätzen melden ihre Fahrt an, Reisende buchen sich ein. Die Vermittlung läuft umsonst und das Verbindungsnetz ist zumindest für Deutschland bereits fahrplanähnlich ausgebaut, die Preise liegen etwa bei 5€ pro einhundert Kilometer. In diesem Sinne, wie couchsurfer sagen: Travel well and be guarded. Wer mehr über billiges reisen wissen will, werfe einen Blick in artoftravel.

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WLan Hotspots weltweit kostenlos :: das beeindruckende Konzept von FON

WLan kennt mittlerweile jeder. Die funkbasierten Internetzugänge sind längst Standard. Allerdings ist der Zugang für Reisende nicht ganz leicht. Zwar gibt es eine Reihe sogenannter HotSpots und entsprechende Listen aber die meisten kosten Geld und wirklich viele sind es nicht.
FON hatte vor einiger Zeit eine gute Idee: Jeder öffnet sein WLan mittels spezieller Sicherheitstechnologie zuhause und darf dafür weltweit umsonst bei anderen mitsurfen. Das kostet 39€ für einen speziellen FON-Router, der für die Sicherheit sorgt und etliche eigene Funktionen hat (zum Beispiel die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit Leuten, die grade das eigene WLan mitbenutzen). Sonst kostets nichts. Interessant: Die Abdeckung mit FON-HotSpots ist umwerfend. In den Ballungsgebieten gibt es an jeder zweiten Straßenecke einen FON-Zugang. Das könnte den kommerziellen HotSpots wirklich das Leben schwermachen - was mich, Stichwort: freier Zugang zu Informationen - natürlich freut.

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innovative Technologie zum organisierten Spendensammeln

ChipIn heißt der Dienst, der grade das Spendensammeln revolutioniert - zumindest das Online-Spendensammeln.
Es handelt sich dabei um einen Kasten, der auf einer Webseite dargestellt werden kann: In diesem Kasten werden alle Daten der Sammlung (Zweck, Zielbetrag, Deadline) und vor allem einen Balken angezeigt, mit dem in Echtzeit angegeben wird, was noch an Geld fehlt. Außerdem ist er direkt vernetzt mit PayPal, um die Zahlungen anzunehmen und weiterzuleiten. Wie das Ganze für ein fertiges Projekt aussieht, kann man sich hier anschauen.
Sehr clevere Idee!

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virtuelles Netzwerk vermittelt reale Helfer :: diegesellschafter.de

Eigentlich kaum der Rede wert: Aktion Mensch hat genug Geld, die Werbetrommel zu rühren und schreibt sich menschliche Werte auf die Tafel, bekommt einige Unterstützung von Politik und Ehrenamtlerverbänden und viel mehr ist nicht zu sagen. Irrtum. Was Aktion Mensch da unter der Marke dieGesellschafter aufgefahren hat, ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Die Plakate fallen auf im öffentlichen Raum. Einerseits, weil sie sehr offensiv Toleranz, Integration und vor allem Engagement bewerben, andererseits weil sie außergewöhnlich gut gestaltet sind. Vor allem aber, weil hinter dem Ganzen ein sehr umfangreiches und gut programmiertes Portal steht, das nur das Ziel hat, Ehrenamtler zu informieren und zu vernetzen. Bei einem Thema wie Ehrenamt sprechen 40.000 Postings innerhalb eines halben Jahres für sich. Wir haben uns die Plakate des Projekts mal näher angeschaut. (weiter)

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die Bibliothek des Internet ist zehn Jahre alt und macht ein Europa-Archiv auf :: archive.org

(logo) european digital archive
Vor zehn Jahren waren es 30 Millionen Webseiten, die Brewster Kahle mit seinem Projekt Archive.org gesammelt hat, heute sind es über 4 Milliarden. Rund ein Petabyte an Daten, das sind 1024 Terrabyte und jedes Terrabyte sind 1024 Gigabyte. Auf gigantischen Festplatten liegt das Web, wie es einmal war. Für jeden frei zugänglich und durchsurfbar. Und jetzt starten die Macher ein europäisches Archiv, das speziell heimische Quellen beherbergen soll.

Die Idee ist schon damals revolutionär gewesen, aus heutiger Sicht war sie genial: Das Internet ist nicht nur das Wachstumsstärkste Medium unserer Zeit, es scheint auch das Wichtigste zu werden. Technisch ist die Historie des Internet jedoch nicht zurückverfolgbar: Ist eine Datei auf einem Server gelöscht, dann ist sie gelöscht. Außer, wenn sie vorher jemand gesichert hat. Mit der Wayback Machine hat archive.org ein Museum des alten Internets geschaffen und allein das ist ein Meilenstein zur Erforschung des Phänomens der globalen Vernetzung, die unser Jahrzehnt so verändert, wie selten ein Medium zuvor.

Jetzt ist ein neues Portal ans Netz gegangen, das European Archive: (weiter)

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