Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim :: die Geschichte von YouTube im Video-Interview

Drei Studenten von der Stanford-University - Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim - haben vor einigen Monaten ein Geschäft abgeschlossen, das sie so überrascht hat wie die ganze Internetbranche. Die Google-Gründer (die ihr Unternehmen übrigens auch als Stanford-Studenten entwickelt haben) haben für ihr Projekt YouTube 1,6 Milliarden Doller gezahlt. Jawed Karim war zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr im Projekt (die Millionen hat er trotzdem bekommen), aber seine persönliche Webseite wird ein historisches Dokument mit Museumscharakter werden. Eine typische Studentenwebsite. Nur unter dem Menüpunkt Software ein unscheinbarer Hinweis:
Youtube - My new company Go check it out.

Im Rampenlicht steht er nicht, weil er ausgestiegen ist, bevor der Verkauf die Branche erschüttert hat. So waren auf AllThingsD, einer der wichtigsten Konferenzen der Branche, die das Wall Street Journal organisiert, nur die beiden anderen geladen. Trotzdem sehenswert.

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das Phänomen Twitter :: Populär in der Blogsphäre und draussen unbekannt


Twitter.com

Twitter könnte eine Killerapplikation werden. Oder ist sie das schon? Unter Bloggern ist der Dienst seit Monaten der letzte Hype, in der breiten Öffentlichkeit will er nicht so richtig Fuß fassen. Aber von vorne.
Twitter ist ein Dienst, der die Ideen von SMS, E-Mail, Plazes und InstantMassenger kombiniert und dabei etwas schafft, was Journalisten mal nervig finden und mal beeindruckend. Twitter ist eine Plattform für Kurznachrichten. Die Nachrichten können aus dem Internet oder per SMS versandt werden und erscheinen auf einer personalisierten Seite, auf den Seiten der vernetzten Freunde, auf dem Handy der Freunde oder als Einzeilige Einbettung in der eigenen Webseite. Innerhalb der Bloggerszene, der Blogsphäre, ist Twitter so bekannt wie flickr oder studivz. Bei der next07, einer Konferenz zur Zukunft des Internet in Hamburg, flimmerte die gesamte Zeit hinter den Rednern eine für next07 personalisierte Twitter-Seite an der Wand und auch sonst wird Twitter kräftig diskutiert und dient als aussagekräftiges Material neuer Medienkunst.

Das Interessante bei der ganzen Sache scheint zu sein, dass Twitter in der Öffentlichkeit noch nicht wirklich angekommen ist. Im Mai 2007 gab es immerhin 44 Referenzen auf Twitter in deutschen Medien. Mal sehen, ob der Sprung in den Massenmarkt noch gelingt.

mehr:
Twitter-Clone für Deutschland: wamadu, frazr
sehr umfangreiche Sammlungen an Twitter-Erweiterungen bei Franticindustries und bei retweet.

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Call by call beim Handy :: die clevere Idee von Cellity

Die Idee von cellity ist ziemlich sinnig und könnte Mobilfunkfirmen einigen Ärger machen: Handyvertragsanbieter sind in gewissem Sinn nach Vertragsabschluss Monopolisten - und entsprechend teuer. Cellity installiert eine Software auf dem Handy, die erstmal zu einem Festnetzanschluss bei Cellity verbindet (was meist die günstigste Route ist). Im Anschluss leitet Cellity den Anruf weiter: Zum Beispiel auf ein Handy oder ins Ausland. Der Clou ist natürlich, dass der Anruf nur dann über Cellity läuft, wenn die Gesamtkosten (für Einwahl bei Cellity und Weitervermittlung) unter den Kosten des Mobilfunkvertrags liegen. Außerdem werden SMS über eine Cellity-Schnittstelle abgewickelt und kosten 9cent, Twittern ist gratis. Sieht nach einer gut umgesetzten Geschäftsidee im umkämpften Mobilfunkmarkt aus.

Alternativen zu Cellity: smart2talk und sparruf.
Sparruf hat einige findige Tariftricks zum Telefonieren über diese neuen Dienste zusammengestellt.
weiterlesen: Artikel über Cellity bei der FAZ und hier ein FAZ-Artikel über das Telefonieren vom Handy ins Ausland.

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digg.com kurz vor dem Aus :: vom Segen und Fluch der Partizipation

http://static.howstuffworks.com/gif/digg-logo.jpgNutzer haben digg weltbekannt gemacht. Und die Nutzer sind es, durch die digg seit einigen Tagen kurz vor dem wirtschaftlichen Aus steht. Denn Digg ist ein Artikelbewertungsdienst für alles, was die Nutzer im Internet finden. Die Artikel werden verlinkt und dann Diggs für die besten Artikel vergeben. Das war eine Rieseninnovation in der durch Berufsjournalisten geprägten Medienwelt - und ein geniales Werkzeug, um zwischen der winzigen Auswahl einer Redaktion und den Unmengen von Artikeln in den weltweiten Blogs zu moderieren. Digg hat eine völlig neue Form der Nutzerbeteiligung erfunden und ist damit zum Symbol eines neuen Internet geworden. digg ist neben wikipedia oder myspace ein Grund dafür, dass die Leute plötzlich vom web2.0, dem Mitmacht-Internet oder den neuen Communities sprechen.
Digg!Und jetzt sind es die Nutzer, die digg den härtesten Kampf seiner Geschichte eingebrockt haben. Es geht um einen Artikel mit einem Code, der zum knacken von Kopierschutzmechanismen des HD DVD-Formats genutzt werden kann. Der stand plötzlich auf digg und wurde zielsicher nach oben gevotet. Der Artikel ist illegal - und nach amerikanischem Gesetz auch der Link darauf. Prompt standen die Leute von AACS, die für das Copyright von HD DVDs zuständig sind, auf der Matte und verlangten unter Klageandrohung die Entfernung des Artikelverweises. Der Digg-Gründer schreibt:

We had to decide whether to remove stories containing a single code based on a cease and desist declaration. We had to make a call, and in our desire to avoid a scenario where Digg would be interrupted or shut down, we decided to comply and remove the stories with the code.

Der Link wurde entfernt, die erste Zensur in der Geschichte von Digg, - und von den Nutzern prompt wieder eingespeist. Abermals entfernt - und wieder ersetzt. In wenigen Stunden entwickelte die Sache eine enorme Eigendynamik, wurde zur Demonstration für die Freiheit des digg-Nutzers gegenüber den Großkonzernen. Hunderte Links wurden eingspeist und durch tausende Stimmen nach oben gewählt. Forbes schreibt dazu:

Because Digg gives users the ability to rate news stories, pushing their favorites to the site’s most visible positions, thousands voted to bring links to the top of the site with titles like “Revolt at Digg?” and “Digg Punched me in the Face for Posting This.” By midnight, the site’s entire homepage was covered with links to the HD-DVD code or anti-Digg references.

Digg konnte da wenig entgegensetzen: Wie soll eine Seite, die nur eine Oberfläche für die Inhalte der Nutzer bereitstellt, mit Zensur umgehen? Wie lässt sich der Kontrollverlust auffangen, der entsteht, wenn man seinen Nutzern die Freiheit gibt, sich zu äußern? Und ist es überhaupt noch möglich, den Nutzern diese Option zu verweigern?
Um diese Fragen geht es eigentlich, wenn man über den Skandal bei digg.com schreibt. Denn das Risiko betrifft die gesamte erste Liga der neuen Internetfirmen. Die rasante Evolution scheint einen heiklen Nachteil zu haben: Es gibt kaum noch Erfahrungswerte. Studivz wurde acht Monate nach der Gründung für 84 Millionen Euro an Holzbrink verkauft, das entspricht etwa 60 Euro pro angemeldetem Nutzer. Kurz nach dem Deal wurden eklatante Mängel der Datensicherheit deutlich und nur das enorme Kapital und das studentische Flair der Unternehmung verhinderte Schlimmeres. Für Youtube zahlte Google irrwitzige 1,6 Milliarden Euro und hat seitdem mit Urheberrechtsklagen zu kämpfen, weil die Nutzer in Massen kopiergeschütztes Material hochladen. ausreichend großer Gewinn bei beiden Portalen: Bisher nicht in Sicht. Erinnert uns das an etwas? Eine amerikanische Zeitung titelte kürzlich in der Anlehnung an die geplatzte NewEconomy-Blase Bubble2.0. Aber das nur am Rande.
Denn jenseits der wirtschaftlichen Risiken geht es hier um eine Verhandlung gesellschaftlicher Grundsätze: Es geht um die Freiheit der Einzelnen im Kollektiv. Das Internet ist die letzten Jahre zum Symbol für kommunitäres Handeln geworden, steht gleichermaßen für eine Revolution des organisierten Laienwissens, wie für die Wiedergeburt der Gemeinschaft mitten aus den individualistisch-hedonistischen 90er-Jahren heraus.
Es geht um das alte Problem des Leviathan von Hobbes: Wieviel Freiheit muss jeder Einzelne abgeben, damit das Gesamtsystem die Sicherheit aller garantiert? Der Mensch sei der Wolf des Menschen, meinte Hobbes, wenn er nicht klar in seine Grenzen gewiesen werde. So funktioniert der klassische Nationalstaat. Spätestens die 68er rückten das Bild zurecht und postulierten die Rückkehr der Macht ins Volk, die Rückbesinnung zur Selbstbestimmung und die Fähigkeit des Menschen zum Guten. An dieser Frage hängt jede Diskussion, die sich mit dem strukturellen Rahmen von Gemeinschaft beschäftigt - ob es da jetzt um Grenzen der Nutzerfreiheit auf digg.com geht, um Einschränkungen der Pressefreiheit für die Bildzeitung oder um die rechtliche Verbindlichkeit von Bürgerentscheiden. Allem Hype zum Trotz: Das Kollektiv scheint nicht an sich reflektiert, überlegt oder moralisch zu sein. Sonst wäre die NZZ das, was die Bild heute ist, und arte würde sich mit 3Sat die Quoten teilen, statt bei Kommaprozenten rumzuschwimmen und kopierten amerikanischen Trashformaten die Quote zu überlassen. Eine müßige Debatte nach der kritischen Theorie und Luhmann. Das ist nicht neu.
Was aber neu ist, ist das Medium. Das Internet ist nur ein neues Transportmittel für Information. Allerdings eines, das sich durch seine Unkontrollierbarkeit auszeichnet: Start-Up und Marktführerschaft liegen, wenn es gut läuft, einige Monate auseinander. Nationale Grenzen sind - mit Ausnahme der chinesischen - völlig irrelevant. Es gibt, um auf Hobbes zurückzukommen, keinen Leviathan mehr, der das Kollektiv organisieren könnte. Die Technik ist geographisch viel weitreichender, als der rechtliche Rahmen es auffangen kann, entwickelt sich schneller als die Aufsichtsbehörden gucken können, ist so zugangsoffen, dass eine Idee noch nicht mal Kapital braucht, um groß rauszukommen und erreicht potenzial Abermillionen Rezipienten, ohne einen Pfennig für Werbung auszugeben. Wird eine Idee zur Institution, so wie Napster, dann wird sie fassbar und kann gemaßregelt werden. Die Institution, nicht aber die Idee: Heute wird mehr illegale Musik getauscht als jemals zuvor, nach dem Umsatzeinbruch der Musikindustrie geht es jetzt der Filmindustrie an den Kragen und ein Ende der nutzergemachten Revolution ist nicht abzusehen, weil jeder Nutzer der potenzielle Gründer einer neuen Tauschbörse ist. Jede Idee muss nur einmal bekannt geworden sein, um sich als unlöschbare digitale Vorlage in die Geschichte des Internet einzuritzen. Wenn digg stirbt, wird es ein neues digg geben.
Das ist das eigentlich Neue an dem Skandal um digg: Das Internet schafft einerseits Gemeinschaften, deren Nutzer sich nicht mehr kontrollieren lassen und die auch nicht gewillt sind, sich selbst einem Kodex anzupassen, den sie für falsch halten. Internetgemeinschaften sind riskant, weil nur die Art der implementierten Funktionen das Nutzerkollektiv begrenzen kann. Und zweitens liegt es im Wesen des Internet, dass Ideen weitergeführt werden, selbst wenn sie ökonomisch unsinnig, rechtlich illegal und anderswo gescheitert sind. Ein Unternehmer kann sich den neuen Ideen weder widersetzen, noch kann er sie steuern. Und darin liegt eine Wichtige Implikation des web2.0-Zeitalters. Der Gründer von digg kapitulierte vor einigen Tagen und schrieb in seinem Blog:

But now, after seeing hundreds of stories and reading thousands of comments, you’ve made it clear. You’d rather see Digg go down fighting than bow down to a bigger company. We hear you, and effective immediately we won’t delete stories or comments containing the code and will deal with whatever the consequences might be.
If we lose, then what the hell, at least we died trying.

Bei Digg schlagen die Flammen hoch, aber der Anlass hat sich längst verselbstständigt. Die Veröffentlichung des Codes ist - nocheinmal mehr durch den großen Wirbel um Digg - ins Mark des Internet eingebrannt: bootsektorblog berichtet von über einer halben Million Seiten, die den Code bereits veröffentlicht haben. Und seit kurzem gibt auch schon T-Shirts mit dem Code (interpretiert als Farben nach dem hexadezimalen Farbauswahlsystem). Man kann dem Internet keinen Druck machen. Das ist ärgerlich für viele und gleichzeitig vermutlich eine der echten Revolutionen, die das Netz vor allen anderen Medien auszeichnet.

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umsonst übernachten weltwelt :: einige Netzwerke machen Hotels überflüssig

Wer viel unterwegs ist, braucht kein Geld für Übernachtungen auszugeben. Stattdessen bieten tausende Menschen ihr Zuhause an, um dort auf Sofas, in Gästezimmern oder zumindest auf mitgebrachten Isomatten zu übernachten. Hausgemachtes Frühstück, interessante Leute und Insidertipps für die Umgebung sind meist inkludiert. Für Fahrradfahrer in Deutschland gibt es die renommierten Netzwerke vom Dachgeber und dem Schlafbuch für Erdenbürger. Beide kosten eine Schutzgebühr (rund 15€ pro Jahr) für die ausgedruckte Version. Für weltweite Traveller bieten sich couchsurfing und der hospitality club an, die kosten nichts, sind dafür nur im Internet zu erreichen. Dachgeber und Schlafbuch haben einige tausend Adressen in Deutschland verzeichnet, couchsurfing und hospitality club sind weltweit vertreten und beinhalten Kontaktdaten zu einigen hunderttausend Leuten. Übrigens sind alle vier Dienste unkommerziell ausgerichtet und werden von idealistischen Privatleuten betreut. Was kaum schon jemand weiß: Rund 25 führende Köpfe des Hospitality Club sind dort ausgeschieden, um ihr eigenes Übernachtungsprojekt zu starten: bewelcome.org. Die Beta ist schon online, man kann sich anmelden.

Wer zwischendurch umsatteln will, vom Rad auf die Schiene, sollte statt bei bahn.de lieber bei mitfahrgelegenheit.de vorbeischauen. Das ist in den letzten Monaten zum Hype avanciert. Autofahrer mit freien Plätzen melden ihre Fahrt an, Reisende buchen sich ein. Die Vermittlung läuft umsonst und das Verbindungsnetz ist zumindest für Deutschland bereits fahrplanähnlich ausgebaut, die Preise liegen etwa bei 5€ pro einhundert Kilometer. In diesem Sinne, wie couchsurfer sagen: Travel well and be guarded. Wer mehr über billiges reisen wissen will, werfe einen Blick in artoftravel.

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die Ortsrevolution plazes.com :: und auf einmal ist alles so nah

nadja peek flickr creative commonsEs war Medientheorieguru Marshall Mc Luhan, der 1962 vom globalen Dorf sprach und damit meinte, dass einem der entfernteste Ort der Welt in der technoiden Welt so nah erscheint. Das erscheint aus heutiger Sicht schon wieder altbacken, denn es geht darum, den konkreten Ort in diese virtuelle Entfernungslosigkeit zurückzudefnieren. Manchmal ist es eben doch wichtig, sich nah zu sein, ich meine jetzt rein geographisch, und dieser Gedanke hat zu einer richtigen Flut von Ideen zur Rückimplementierung des konkreten Orts im Internet geführt. Die bekanntesten Marktforscher des Internet Nielsen//NetRatings haben jüngst publiziert, dass 70 Prozent aller Nutzer nach lokalen Informationen suchen.
So, und jetzt hat Stefan Kellner, einer der Macher von plazes.com, den Ort neu definiert: Das Internet verhilft endlich jedem dazu, wirklich zu verstehen, was ihn im Kilometerradius umgibt. Und das ist fast schon ein Kunstprojekt, wenn man bedenkt, dass die Daten einmal mindestens nach Zürich und zurück wandern, um mir zu sagen, wer mein Nachbar ist.

Und weil einem wichtig ist, den Menschen nah zu sein, auch persönlich meine ich jetzt, kommt man auch auf die Idee, den Macher zu googeln. Einfach, um zu sehen, was er so für ein Typ ist, dieser Stefan Kellner. Man kommt recht schnell auf sein Profil in places, in Xing, und natürlich kann man über Places auch nachschauen, wo er sich grade rumtreibt. Er meint es ernst mit der Transparenz. Und dann stößt man auf seinen eigenen Blog, der heißt jetzt aber no information. Naja. Das wird vielleicht doch zu privat. Im elektrischen Reporter vom gewohnt guten Herrn Sixtus kommt Herr Kellner seriös zu Wort. Und erzählt, warum er plazes überhaupt macht. Nur: Will man das wissen? Ja. Denn das ist zwar Nabelschau, aber dann doch auch die Zukunft. Denn im Prinzip kann man auch einfach jemanden fragen, wenn man die nächste Pizza sucht, aber genaugenommen ist plazes.com doch eine Revolution. Denn endlich wird es möglich, den realen Ort bruchfrei ins Netz zu integrieren, einschließlich dem aktuellen Aufenthaltsort des Freundes, seiner freigegebenen Flickr-Fotos, seinen Lieblingsplätzen und Kommentaren seiner Clique. Und dieses Mischmasch aus Blog, Postkarte, Gelbe-Seiten und Kontaktmanagement-Tool ist im bisher anonymen Großnetz unheimlich attraktiv. Deswegen ist plazes auch für den Red Herring nominiert.
Für die ganz besessenen, gibt es Barcodes für einzelne Plazes-URLs, die man ausdrucken und real auf die entsprechende Häuserwand kleben kann. Der nächste Spaziergänger mit Digitalkamera kann sie dann einfach in sein mobiles Internet einspeisen und weiß, wer sonst noch im Restaurant sitzt.
Die große Konkurrenz von plazes heißt übrigen Twitter und ist, wenn wir schonmal beim Thema sind, auch einen Blick wert: Auf twitter.com kann man mit Leuten chatten und auf twittervision rast man mit einer virtuellen Weltkarte zu den Orten, von denen die Nachrichten gesendet werden. Und natürlich gibt es auch das Tool, das Plazes und Twitter vereint: Das Mashup Twazer publiziert neue Standorte direkt in Twitter.
Damit ist McLuhan wohl endgültig abgefrühstückt. Wer braucht das globale Dorf, wenn er die virtuell unterstützte Dörflichkeit hat?

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WLan Hotspots weltweit kostenlos :: das beeindruckende Konzept von FON

WLan kennt mittlerweile jeder. Die funkbasierten Internetzugänge sind längst Standard. Allerdings ist der Zugang für Reisende nicht ganz leicht. Zwar gibt es eine Reihe sogenannter HotSpots und entsprechende Listen aber die meisten kosten Geld und wirklich viele sind es nicht.
FON hatte vor einiger Zeit eine gute Idee: Jeder öffnet sein WLan mittels spezieller Sicherheitstechnologie zuhause und darf dafür weltweit umsonst bei anderen mitsurfen. Das kostet 39€ für einen speziellen FON-Router, der für die Sicherheit sorgt und etliche eigene Funktionen hat (zum Beispiel die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit Leuten, die grade das eigene WLan mitbenutzen). Sonst kostets nichts. Interessant: Die Abdeckung mit FON-HotSpots ist umwerfend. In den Ballungsgebieten gibt es an jeder zweiten Straßenecke einen FON-Zugang. Das könnte den kommerziellen HotSpots wirklich das Leben schwermachen - was mich, Stichwort: freier Zugang zu Informationen - natürlich freut.

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virtuelles Netzwerk vermittelt reale Helfer :: diegesellschafter.de

Eigentlich kaum der Rede wert: Aktion Mensch hat genug Geld, die Werbetrommel zu rühren und schreibt sich menschliche Werte auf die Tafel, bekommt einige Unterstützung von Politik und Ehrenamtlerverbänden und viel mehr ist nicht zu sagen. Irrtum. Was Aktion Mensch da unter der Marke dieGesellschafter aufgefahren hat, ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Die Plakate fallen auf im öffentlichen Raum. Einerseits, weil sie sehr offensiv Toleranz, Integration und vor allem Engagement bewerben, andererseits weil sie außergewöhnlich gut gestaltet sind. Vor allem aber, weil hinter dem Ganzen ein sehr umfangreiches und gut programmiertes Portal steht, das nur das Ziel hat, Ehrenamtler zu informieren und zu vernetzen. Bei einem Thema wie Ehrenamt sprechen 40.000 Postings innerhalb eines halben Jahres für sich. Wir haben uns die Plakate des Projekts mal näher angeschaut. (weiter)

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genialer Videoblog für Innovatives im Internet :: elektrischer-reporter.de

Die Beträge drehen sich um das größte offene Webseitenarchiv archive.org oder den ersten Service, mit dem man seinen Standort Freunden oder Kollegen automatisch verfügbar machen kann, plazes.com. Innovationen, die das Internet verändern und Meilensteine sein könnten für die zukünftige Entwicklung. Aber die herausragende Themenauswahl ist nur ein Grund, den elektrischen Reporter einzuschalten: Die Beiträge changieren an der Grenze zur Videokunst, überzeugen sowohl in ästhetischer wie in inhaltlicher Hinsicht, sind mit etwa 15 Minuten zudem erfreuliche lang und bestehen zum großen Teil aus Interviews mit den Machern der neuen Trends. Einige von denen sind - wie Brewster Kahle, Gründer von archive.org - bereits Legenden der Netzkultur und entsprechend interessant ist es, sie mal über Idealismus, das Wesen von Wissen oder die Zukunft des Internet sprechen zu hören.
Alles in allem: Dank an das Handelsblatt für ein so innovatives Medium. So gut kann man selten Fernsehen.

//elektrischer-reporter.de

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