Exhibit :: Datenbankbasierte Applikationen per Mausklick entwickeln

Das simile-Projekt am MIT hat Exhibit 2.0 entwickelt: Eine Programmierumgebung, die das Erstellen datenbankbasierter Applikationen leichter machen soll. Der erste Eindruck überzeugt: Sehr saubere Oberflächen, intuitive Datenauswahl, Einbindung von Google Maps, Ajax-basierte Echtzeitänderungen und Beispiele, die das Potenzial dieser Technologie zeigen wie die Sekundäranalyse des CIA World Factbook.
Die Umsetzung ist ziemlich einfach zu machen, wie dieses Beispiel zeigt.

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Schluss mit geschlossenen Betas! Einladungen für alle.

InviteShare räumt endlich mit der künstlichen Verknappung von Betazugängen auf: Wer auf der Gästeliste einer geschlossenen Betaseite steht und Einladungen zu vergeben hat, findet hier den Marktplatz. Und technikaffine Leute können von der anderen Seite interessante Einladungen abgreifen.

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Videonachrichten - die neue Generation E-Mail ist Marktreif

Eyejot Logo: 84px x 120px
In den USA ist der Dienst eyejot bereits ziemlich erfolgreich, in Deutschland kennt ihn noch kaum jemand: Videonachrichten mit einer Webcam aufnehmen, direkt hochladen, einen Link aufs Video einem Freund schicken, das ist die Idee. Was daraus entsteht ist ein asynchrones Dialogsystem, das der E-Mail ähnlich ist, aber eben Videos statt Texte verschickt. Alles sehr clean gemacht, sehr professionell und bisher völlig umsonst. Ein guter Wurf.

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die ungesehenen Perlen des Internet


Das PC Magazine hat kürzlich die 100 besten unbekannten Internetseiten gekürt. Die Liste ist durchaus einen Blick wert: Sehr spannende Sachen sind dabei, die in der nächsten Zeit zu Hits werden könnten. Schaut mal rein. Wem das zu alternativ ist, der kann sich auch die großen Anschauen - die Liste der 100 modernen Klassiker.

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wink.com und Zoominfo :: Personenscanner im Internet

Man kann gar nicht sagen, ob es nicht vielleicht gut ist, dass diese Seiten bisher erst die Wenigsten kennen: ZoomInfo ist schon seit einigen Jahren sehr fit darin, Menschen vollautomatisch im Netz zu finden und der entsprechenden Position, Firma und etlichen Netzwerken zuzuordnen. Wink.com macht das Ganze für Normalos und durchsucht sämtliche wichtigen Social Networks für den non-business-man, ergänzt das Ganze um ausgewählte Webseiten und ist dabei erstaunlich präzise und gut informiert. Der gläserne Mensch ist schon da.

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Familienstammbaum 2.0 :: die Familie kommt ins Netz

Genealogie wird es keiner mehr nennen: Opa2.0 nennt es der Spiegel, das passt besser. Der Familienstammbaum findet den Weg ins web2.0. Das bringt den Trendwandel hin zum Traditionsbewusstsein unter Jugendlichen konsequent ins Netz und könnte ein echter Hit werden. An Investoren mangelt es laut dem Spiegel (s.oben) nicht. Der erste Eindruck ist eher ernüchternd, aber ich könnte mir vorstellen, dass hier ein neuer Markt entsteht. Die ersten Portale zum Ausprobieren:


verwandt.de

Genibeta

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wie fühlen wir uns :: Seismographen für das weltweite Gefühl

Ja, wie fühlen wir uns eigentlich, wir weltweite virtuelle Gemeinschaft? Etliche Dienste versuchen sich an einem Seismographen für das globale Well-being und sind interessant bis skurril - die einen eine nette Nebenbeschäftigung, die anderen vielversprechend für die Marktforschung.

MoodViews zum Beispiel untersucht LiveJournal Blogs nach Emotionsbekundungen und wertet die Zahl der Fundstellen auf Basis gesellschaftlicher Ereignisse wie dem Valentinstag oder dem Hurricane Katrina aus. Der Moodteller analysiert den Kontext tausender Seiten auf emotionale Ausdrücke und gibt eine Gefühlsprognose ab. Die Blogger können ihrerseits ihre Gefühle an Moodteller schicken und damit eine explizite Übersicht bilden. Die Unterschiede der Graphen von Prognose und tatsächlich genannten Gefühlen ist außerordentlich gering (eine Korrelation von .5 oder mehr ist durchaus üblich). Auch sehr spannend: MoodSignals erkennt ungewöhnliche Ausschläge von bestimmten Gefühlen, nennt während des Höhepunkts überdurchschnittlich oft verwendete Stichwörter und versucht sie vollautomatisch mit Nachrichten aus der internationalen Presse in Zusammenhang zu bringen. MoodSpotter geht einen anderen Weg und zeigt die Emotionen an, die mit der Nennung bestimmter Stichwörter assoziiert ist.

BurstLabs kümmert sich um Musik: Eine herausragende Schnittstelle (allein deswegen lohnt sich der Besuch schon) hilft, Musik zur Emotion zu finden und direkt Probezuhören. Die Emotionskategorien sind clever verbindbar (search drama + dark + fearful) und das ganze ist ein Geschenk für Leute, die Hintergrundmusik auswählen müssen. Nur die Zahl der indizierten Songs ist noch nicht besonders groß - naja. Wir hoffen, dass Apple das gut findet und irgendwann in iTunes integriert.

Stateofbrain ist ein Nachrichtendienst mit emotionaler Bewertung: Man kann sehen, welche Emotion Leute den aktuellen Nachrichten zugeordnet haben. Funktioniert ein bißchen wie digg, ist abgrundtief hässlich layouted und hat wirklich eine gute Grundidee.

Moodstats geht da eine Ebene tiefer: Das Programm wird runtergeladen und nimmt das eigene Befinden in einer Reihe Kategorien auf. Die Veränderung von Stress, versandten Mails oder der wahrgenommenen Kreativität wird als Verlauf angezeigt und kann mit anderen Nutzern (insgesamt sind es etwa 1500) verglichen werden. Etwas für die Analytiker und den Softies.

via [readwriteweb]

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Welche Firmen dem Netz noch Fehlen :: eine Ahnung von Techcrunch aus dem Jahr 2005

Techcrunch ist einer der wichtigsten Blogs der Welt - und 2005 hat der Chef Michael Arrington seine Bestenliste an webbasierten Diensten veröffentlicht, die es noch nicht gibt, aber unbedingt geben sollte. Ein Nachdreh, zwei Jahre später:

1. Better and Cheaper Online File Storage
Jepp, die Wichtigen planen. Amazon hat das konkurrenzlos günstige S3 gebaut (und JungleDisk gibt den Vorteil an Endnutzer weiter), Microsoft stellt Live Drive in Aussicht, Yahoo soll auch etwas planen und die Gerüchte um Google nehmen langsam Kontur an. Abhaken.

2. Blog/website Email Lists
Feedblitz gab es schon damals - und es war damals schon keine gute Wahl. Wichtig: Die seriöse Garantie, mit den Mailadressen keinen Mist zu machen Die Chance für Erfinder.

3. portable Reputations
Ebay lebt vom Feedback der Nutzer, nur warum kann ich mit diesem Basiskarma nicht einen anderen Dienst benutzen? Es bräuchte eine öffentliche Schnittstelle für Reputation. iKarma war so etwas, aber leider nicht nutzbar von anderen Diensten. Weiter sind wir bisher nicht.

4. Tailored Local Offers (Lokal abgestimmte Werbung nach Eingabe von demographischen Daten der Nutzer)
Nicht viel zu sagen: Gibt es, zumindest für den privaten Markt, immernoch nicht.

5. Facebook in other countries
OK. Ein gutes Jahr später hat das jemand rüberkopiert und rund 80 Millionen Euro damit gemacht: StudiVZ.net. Technisch war das nicht toll, aber die Idee.
Ja, die Idee. Die stand hier schon vor zwei Jahren. Techcrunch war weltbekannt und diese Liste wurde auch anderswo veröffentlicht - bei ZDNet zum Beispiel. Und selbst ein deutscher Blogger schreibt Ende 2005, wie lukrativ es sein könnte, Facebook zu portieren.

Want to get rich quick? But don’t want to build a German Ebay clone and
then sell it to Ebay later because that’s been done already? Then take
a good look at Facebook and code
away. OK, not everyone in Germany is familiar with the concept of a
school’s year book, but we all know an Abizeitung or similar, right?
Well, there you go. According to TechCrunchwill 85%+ of all U.S. college students use Facebook and 70% of them log in
daily. I am certain it can be copied to appeal to German students. And
it be copied. Or is it there already and I haven’t noticed? Then please forgive me, I am not a student anymore after all.

Geglaubt haben ihm das die Wenigsten (siehe die Kommentare).

6. Free Music
Die Plattenfirmen sollten auf andere Wege umsatteln und damit aufhören, mit der Entwicklung von Kopierschutzsystemen Millionen in den Sand zu blasen und ihr Image zu ruinieren. Apple hat den Zeitgeist erkannt und iTunes läuft blendend. Von freier Musik und der Finanzierung der Musikwirtschaft durch andere Produkte sind wir aber noch weit entfernt.

7. OpenSource Yellow Pages
Gibt es nur in Ansätzen, soweit ich weiß. Aber hier bin ich mal anderer Meinung: Ehrlich, wer braucht das?

8. Podcast Transcriptions
Michael meint die Leute, die den Text abschreiben. Viel wichtiger wäre ein Format, mit dem das Transcript der Audio-Podcasts mit dem Podcast verbunden in Suchmaschinen eingespeist werden kann. Gibt´s nicht, soweit ich weiß. Aber Geld ist da auch nicht drin.

9. Decentralized Review Aggregation
Es geht um einen Versuch, Rezensionen von Produkten (froogle, guenstiger, dooyoo, testberichte.de) in einer Art Metasuchmaschine zu bündeln. Gibt es auch nicht. Dürfte aber auch schwierig werden, die fetten Meinungsportale dafür zu begeistern.

10. Build something cool with SSE

SSE ist ein Format, um reine Daten anderen zugänglich zu machen. Das klingt wie RSS, aber mit dem Unterschied, dass die Daten verändert werden können und die Veränderung auch in den Originaldaten sichtbar ist. So richtig losgegangen ist das aber noch nicht, selbst die Wikipedia-Seite kann noch jemand erfinden.

Was bleibt übrig?
Erstens: Verflixt, hätten wir doch die Liste schon 2005 gelesen und die Facebookidee umgesetzt.
Zweitens: Zwei von zehn ziemlich treffenden Punkten sind umgesetzt.
Drittens: Die anderen haben noch Potenzial. Die Bedürfnisse bleiben.

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XGL Hardwarebeschleunigung und Touchscreens :: Windows-Interface von morgen

Für das Alternativ-Betriebssystem Linux gibt es eine frei verfügbare XGL Erweiterung, mit der ziemlich beeindruckende intuitive Schnittstellen konzipiert werden können.

Ein Beispiel dafür ist das auf Linux/XGL realisierte 3D-Betriebssystem:

Offizielle Demo der Funktionen in einem Video von Novell:

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die Schnittstelle der Zukunft :: revolutionäre multiuser-Touchpads

Multiuser-Touchpad von Jeff HanEine der folgenreichsten Entwicklungen der Schnittstellenkonzeption war sicher das Touchpad. Und jetzt kommt die neue Generation: Schon beim Apple iPhone war ein Multiuser-Touchpad im Einsatz, das gleichzeitig mehrere Berühungspunkte erkennt. Darum geht es. Und auch wenn es einfach klingt, hat es enorme Konsequenzen. Welche Potenziale für Personalcomputer im neuen System liegen, wird bei dem Projekt einer Schnittstelle für Computer von Jeff Han deutlich. - Da versteht man, das grade ein neues Zeitalter der Maschinensteuerung anbrechen könnte.
Apple iPhone
Ein anderes sehenswertes Video von der Präsentation des iPhone bei der New-York-Times.

sehr sehenswerte Präsentation eines industriefertigen multiuser-Touchpads von Projektleiter Jeff Han (New York University Institute of Mathematical Sciences)

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