Google vs. Microsoft :: Feindschaft? Neeeein.

Zelebrierte Feindschaft braucht etwas Feingefühl. Google hat davon reichlich. Der Beweis: Die Google-Suchmaschine speziell für Microsoft-Themen. Das ist in etwa so, wie wenn Cola eine Erfindung der Pepsi Company widmet. Denn Google ist der erbitterste Konkurrent von Microsoft. Die Live!-Suche kann gegen Googles Suchmaschine lange nicht mithalten und Microsoft ist schon seit einiger Zeit ziemlich sauer. Google ist da am ehesten freches Kind und rebelliert trickreich mit der Suchmaschine für die Konkurrenz. Ein netter Zug, könnte man meinen. Aber der Teufel steckt im Detail: Wer in dieser Suchmaschine Google sucht, bekam am 14. April als ersten Treffer einen Artikel der University of Pennsylvenia, der rund 56.000 Mal gelesen wurde. Titel: “Why is Microsoft Afraid of Google?” Daraus:
“In the few short years of its existence, Google has come a long way, simultaneously striking fear in the hearts of major players in the computer industry and also arousing their curiosity.”
Na, daher weht der Wind. Und wer dann Microsoft sucht, kommt direkt zu einem Microsoft-Kritiker, der das Management in Grund und Boden bloggt. Das ist nicht nett. Aber Ballmer, Gates, hey, das hilft nun wirklich nicht. Wenn man bei Kindergartenvergleichen bleibt, kann man sich Microsoft arrogantes Kind des Firmenbosses vorstellen. Die Firma war so verklebt vom riesig angekündigten Neustart der Suchmaschine live!, dass sie einen ganz blöden Fehler gemacht hat. Die Suchmaschine heißt zwar live.com, aber da es eine Suchmaschine ist, steht über Live!Search. Und was wäre das dümmste, was man mit so einem Namen tun könnte? Genau. Vergessen, sich die Domain livesearch.com zu sichern. Die Herren Gates und Ballmer haben genau das geschafft und livesearch.com hat sich ein Privatmensch unter den Nagel gerissen, der jetzt gutes Geld verdient. Er hat über den Massenanbieter Schlund&Partner eine Suchmaschine angemeldet, die erstens nur Werbung findet und zweitens Google als empfohlenen Suchterm nennt. Also, liebe Microsoft-Chefs, da müsst ihr nächstes Mal schon ein bißchen mehr aufpassen.
Und was macht bei Microsoft stattdessen? Etwas, was man bei der ganzen Kritik nie für möglich gehalten hätte: Bei der Google in Live! absolut einwandfreie Resultate liefern. Das ist zwar nett, liebe Leute, aber so kommt ihr doch nie auf einen grünen Zweig. Nehmt Euch doch ein Beispiel an Page und Brin, die mal gesagt haben:
“You can make money without doing evil?”
Na also, geht doch.









die Rache der Datenschützer :: das virtuelle Selbst wird professionell | bittekunst.de wrote:
[…] geht ja in Computerkreisen immer nach dem Motto, wer noch findiger ist. So kämpft Google gegen Microsoft, der Virenprogrammierer gegen die Antivirenfirma oder die Kopierschutzknacker gegen die […]
Posted on 19-May-07 at 9:08 pm | Permalink